Alle paar Monate werden “Studien” veröffentlicht, die dazu dienen, die europäische Bevölkerung solch übler Eigenschaften wie Fremdenfeindlichkeit oder Islamophobie zu überführen. Diese “Studien” haben eine wichtige Funktion: Sie kommen in wissenschaftlicher Seriosität bemäntelt daher, und liefern den Fürsprechern des Multikulturalismus Scheinargumente, um ihre Interessen besser durchzusetzen. Wie unseriös und böswillig solche “Studien” erstellt werden, zeigt das aktuelle Beispiel, nach dem angeblich 50 Prozent der Europäer der Meinung seien, dass in ihren Ländern zu viele Migranten lebten.
43 Prozent lehnten gleiche Rechte für Homosexuelle ab. Damit ist klar, dass die “Menschenfeinde”, die “das Fremde” ablehnen, auch anderweitig irgendwie suspekt sind. Gut, dass mit der Zuwanderung die Menschenfreundlichkeit bei uns einzieht. Wir brauchen mehr Einwanderung, um die “Menschenfeinde” im Zaum zu halten.
Die Märkische Oderzeitung schreibt:
Insgesamt sei in den osteuropäischen Ländern Menschenfeindlichkeit am stärksten verbreitet, am niedrigsten sei sie in den Niederlanden. Deutschland liegt nach den Ergebnissen in allen Kategorien im Mittelfeld. Befragt wurden 8000 Menschen in acht EU-Ländern zu ethnischen, religiösen und sexuellen Vorurteilen.
Die Ergebnisse unterschieden sich stark in den einzelnen Ländern: So sind 88 Prozent in dem als konservativ geltendem Land Polen gegen die gleichgeschlechtliche Ehe, in Deutschland 40 Prozent. In den Niederlanden befürworteten hingegen 83 Prozent die Ehe von Homosexuellen. 87 Prozent der Polen fordern, dass Frauen ihre Rolle als Ehefrauen und Mütter ernster nehmen. In Deutschland stimmen dem 53 Prozent zu, in den Niederlanden nur 36 Prozent.
Unter den Religionen kämpft der Islam mit den größten Vorurteilen: “Wir haben in allen Ländern eine ausgesprochen hohe negative Einstellung gegenüber Muslimen”, sagte der Projektleiter Andreas Zick in Berlin. 54 Prozent der Europäer hielten den Islam für “eine Religion der Intoleranz” (Bundesrepublik: 53 Prozent). 22 Prozent aller Befragten unterstellten zudem, dass die Mehrheit der Moslems den Terrorismus rechtfertige.
Es ist gar nicht so einfach, die Europäer der Untugend der Femdenfeindlichkeit zu überführen. Schließlich zahlen sie Milliarden an Steuergelden und teilen ihre Arbeitsplätze mit Ausländern, lassen zu, dass überall Moscheen gebaut werden und Moslems Sonderrechte eingeräumt bekommen. Aber eine kleine Entschuldigung für die bösen Europäer gibt es doch:
Vorurteile würden nach Ansicht der Verfasser der Studie vor allem dann geschürt, wenn die Menschen ihre wirtschaftliche Lage und ihre Werte-Vorstellungen durch eine Minderheit bedroht sehen oder sie insgesamt ein “schärferes Vorgehen gegenüber Unruhestifter” wünschen.
Da sind wir aber beruhigt. Wir sind entschuldigt, wenigstens ein bißchen. Die wirtschaftliche Lage schafft die “Vorurteile”, nicht etwa die mitgebrachten Fakten.








